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Tariftricks und Fallen der Stromanbieter

Nicht alle Stromanbieter müssen immer gut sein, sondern können auch versteckte Kosten beinhalten. Vor allem wichtige Vertragsdetails im Kleingedruckten des Stromtarifes können Verbraucher leicht übersehen. Diese Checkliste mit möglichen Tricks der Stromanbieter soll Verbrauchern helfen, solche Fallen zu vermeiden:

Vertragslaufzeiten können einschränken

FalleVerbraucher sollten die im Vertrag angegebene Mindestvertragslaufzeit beachten, weil sie innerhalb des Zeitraums keinesfalls den Stromanbieter wechseln können. Diese Mindestlaufzeit kann beispielsweise 4 Wochen, aber manchmal auch 24 Monate umfassen. Nach dem Ablauf der Mindestvertragslaufzeit wird der Vertrag in der Regel nicht von sich aus beendet, sondern muss bei Bedarf vom Kunden fristgerecht gekündigt werden. In einigen Fällen gibt es auch versteckte Klauseln, aufgrund dessen die Mindestvertragslaufzeit einfach von selber um 12 Monate automatisch wird.

Preisgarantie - gut und schlecht

Eine Preisgarantie oder Preisfixierung des angebotenen Stromtarifes sagt aus, dass über einen festgelegten Zeitraum keine Preisänderungen vom Anbieter vorgenommen werden. Diese Garantie wird von einigen Stromanbietern häufig als nützlich für den Kunden beworben. Die in manchen Tarifen gewährte Preisgarantie kann unterschiedliche Zeitspannen umfassen, häufig liegt sie zwischen 3 und 24 Monaten.

Verbraucher sollten beachten, dass eine Preisfixierung auch bedeuten kann, dass bei möglichen Strompreissenkungen auch keine Anpassung des eigenen Stromtarifs erfolgt. Dadurch kann sie sich auch zum Nachteil herausstellen. Eine Preisgarantie von rund 12 Monaten ist daher ratsam.

Vorsicht bei Vorauszahlung

Vorauszahlung bedeutet, dass der Verbraucher für einen festgelegten Zeitraum den geschätzten Stromverbrauch im Voraus bezahlen muss, zum Beispiel für ein ganzes Jahr. Einige Anbieter bieten ihre Stromtarife mit Vorauszahlungen häufig günstiger an, als beispielsweise die Tarife mit einer monatlichen Zahlung. Doch Verbraucher sollten auch das Risiko beachten: Eine mögliche Pleite des Stromanbieters und der damit möglicherweise einhergehende Verlust dieses Geldes sollte Verbrauchern bewusst sein.

Kautionen können gefährlich sein

Wer den Ratgeber zum Stromanbieter wechseln auf Strom-Magazin.de befolgt und sich ummelden möchte, muss bei einigen Stromtarifen eine Kaution in unterschiedlicher Höhe bezahlen. Diese Kaution soll nach Vertragsbeendigung an den Kunden zurückgezahlt werden. Jedoch ist der genaue Zeitraum bis zur Auszahlung teils unklar. Ausserdem besteht bei einer Pleite des Stromanbieters die Gefahr, dass der Kunde die Kaution überhaupt nicht zurückerhält.

Fixzahlungen nicht unbedingt von Vorteil

Eine Fixzahlung bedeutet, dass vom Stromanbieter ein Pauschalpreis für eine vorher festgelegte Abnahmemenge des Kunden angeboten wird. Der tatsächliche Verbrauch des Kunden kann jedoch nur geschätzt werden, was mit einem Risiko verbunden ist. Benötigen Verbraucher weniger Strom, muss trotzdem der Pauschalpreis bezahlt werden. Wird mehr Strom verbraucht als festgelegt, werden gegebenenfalls sogar höhere kWh-Preise fällig.

Bonuszahlungen gelten nicht immer

Bonuszahlungen klingen verlockend für Verbraucher. Häufig werben die Stromanbieter mit diesen unterschiedlich umfangreichen Boni. Allerdings gilt es auch hier, genau hinzuschauen.In manchen Fällen gilt der Bonus nur für Neukunden.

Ein Trick der Anbieter ist, dass der Bonus für den Kunden erst nach einem bestimmten Zeitraum ausgezahlt oder verrechnet wird. Die Zahlung / Verrechnung erfolgt also häufig nicht, wie für Verbraucher von Vorteil wäre, im ersten Monat. So kann in einigen Fällen eine Kündigung vom Kunden zu einem Verlust des Bonus führen.

Aktuelle Unternehmenslage beachten

Es ist empfehlenswert, dass sich Verbraucher, z.B. durch Zeitungen oder das Internet, über die aktuelle Unternehmenslage des aktuellen oder des gewünschten Stromanbieters informieren. Es besteht die Möglichkeit, dass dieser Anbieter bereits finanzielle Probleme hat oder eine Insolvenz droht. Mit solchen Anbietern sollten Verbraucher vorsichtshalber zunächst keine neuen Stromverträge abschließen.


Quelle Foto: ©Ernst Rose | PIXELIO.de