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Welche Stromarten gibt es?

Die Nachhaltigkeit von Energiequellen und die möglichen Auswirkungen der allgemeinen Energiegewinnung auf die Umwelt rücken als Thematik in den Fokus der Verbraucher. Auch die Planung der Bundesregierung, die konventionellen Energieträger bis 2050 Schritt für Schritt durch erneuerbare Energien zu ersetzen, verstärkt diesen Prozess. Aber welche Energieformen gibt es eigentlich in Deutschland?

Konventionelle Energieträger:
Windkraft Unter dem Oberbegriff konventionelle Energien sind die Kernenergie und die fossilen Energien zusammengefasst. In insgesamt 17 Kernkraftwerken (Stand: Januar 2011), deren Laufzeiten im Oktober 2010 um durchschnittlich 12 Jahre verlängert wurden, wird Atomstrom hergestellt. Atomenergie macht nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen mit 10,2 Prozent Primärenergieverbrauch im Jahr 2010 einen bedeutenden Teil der Energiegewinnung aus.

Fossile Energie wird aus Brennstoffen gewonnen, die sich natürlich gebildet haben. Diese Form der Energie umfasst unter anderem Braun- und Steinkohle sowie Erdöl und Erdgas. Allerdings ist die Ressourcenverfügung begrenzt und nicht klimaneutral. Atomenergie und fossile Energie machen zusammen in einer Statistik des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit 89,0 Prozent Endenergieverbrauch den Großteil der Energieversorgung in Deutschland aus.

Erneuerbare Energien:

Als erneuerbare Energien werden die Energiequellen Windenergie und Wasserkraft, sowie Solarstrom, Bioenergie aus Biomasse und Geothermie bezeichnet. Der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch betrung laut dem Bundesministerium für Umwelt 11 Prozent (Jahr 2010). Aufgrund ihrer Bedeutung für den Umweltschutz und ihrer unbegrenzten Ressourcenverfügung gelten die erneuerbaren Energien als zukunftsweisend.

Ökostrom ? aber nicht 100 Prozent ökologisch:

Mit dem Begriff Ökostrom wird auf Anbieterseite häufig geworben, dieser Begriff ist aber nicht verbindlich definiert. In fast allen Fällen wird vom Anbieter angegeben, der angebotene Ökostrom sei zu 100 Prozent aus regenerativen Energien. Der Nachweis bleibt jedoch oft fraglich. Ökostrom wird vor allem aus Wasserkraft gewonnen und häufig in Österreich oder Skandinavien erzeugt.

Zertifikate und Gütesiegel sollen die Herkunft und die Qualität des Ökostroms sicherstellen und transparenter machen. Für Verbraucher kann der Überblick über diese Siegel und Zertifikate besonders durch deren große Anzahl jedoch verwirrend sein. Zu beachten ist auch, dass das Angebot von Ökostorm die jeweiligen Anbieter nicht dazu verpflichtet, Teile der Einnahmen in den Ausbau der regenerativen Energien zu investieren.

Falls Verbrauchern die Förderung der erneuerbaren Energien wichtig ist, sollten diese Gütesiegel und Zertifikate des angebotenen Ökostroms und deren Voraussetzungen mit den eigenen Anforderungen an ein Ökostrom-Angebot abgleichen. Das "Grüner-Strom-Label", das "ok-Power-Siegel" und die "EcoTopTen"-Liste können beispielsweise zur Orientierung dienen.

Rechtlicher Hintergrund: Stromzusammensetzung offen legen

Interessierte Verbraucher können sich sehr einfach über die Zusammensetzung ihres Stroms informieren. Im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) $ 42 Abs. 1 ist festgelegt, dass die Elektrizitätsversorgungsunternehmen mit der Rechnung über die Zusammensetzung des Stroms und die Umweltauswirkungen informieren müssen. Bei einigen Anbietern lassen sich diese Informationen auch jederzeit auf der Internetpräsenz einsehen.


Quelle Foto: ©Rolf Handke | PIXELIO.de


 

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