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Neues Telefon-Gesetz: 100.000 Euro Strafe bei Warteschleifen-Gebühren

28.05.2013 - Ab 1. Juni dürfen Verbraucher nur noch maximal 30 Sekunden in einer Telefon-Warteschleife einer Hotline warten und müssen dafür kein Geld bezahlen. Doch laut dem neuen Telefon-Gesetz gilt dies nur für bestimmte Rufnummern.

Aktuell dürfen für das Warten von 2 Minuten in einer Warteschleife keine Gebühren erhoben werden. Doch das neue Telekommunikations-Gesetz wird nun ab 1. Juni weiter ausgedehnt. Wie viel der Anrufer dann bezahlt, hängt immer von der Rufnummer ab. So werden bei Hotlines, die mit 01806 beginnen, ein Festpreis von 20 Cent (aus dem Festnetz) und maximal 60 Cent (vom Handy) pro Anruf berechnet. Dieser Festpreis gilt auch für die Warteschleife. Bei allen anderen Service-Rufnummern, die mit 0900 oder 0180 beginnen, muss die Warteschleife kostenlos sein. Hotlines mit Ortsrufnummer sind dagegen mit Handy-Flatrates oder einer Telefon-Flatrate kostenlos erreichbar.

Bei 0180-7 Hotlines, die es erst ab November 2012 gibt, darf die Warteschleife maximal 30 Sekunden lang und muss kostenlos sein. Danach werden aus dem Festnetz 14 Cent/Minute und aus dem Mobilfunknetz maximal 42 Cent/Min berechnet.


Das ist eine Warteschleife

Unklar ist, was eine Warteschleife genau ist. So geht ein Teil der Branche davon aus, dass ein Auswahlmenü (z.B. Drücken Sie die 1 für ...) keine Warteschleife ist. Ein Anrufbeantworter gilt dagegen als Bearbeitung, wenn der Anrufer eine Nachricht hinterlassen kann und zeitnah ein Rückruf erfolgt.


Hotline-Anruf aus dem Ausland

Umstritten ist auch eine Auslandsregelung, wenn der Anrufer aus dem Ausland eine deutsche Hotline anruft. So soll die kostenlose Warteschleife nur dann gelten, wenn der Anrufer deutsche Handytarife aus dem Ausland nach Deutschland nutzt. In der Fachsprache heißt dies Outbound-Roamer. Für Festnetzanrufe aus dem Ausland soll dies jedoch nicht gelten.


Anruf wird weitergeleitet

Unklar ist weiterhin, wenn bereits mit einer Servicekraft gesprochen wurde und der Anrufer nachträglich in eine Warteschleife geschoben wird, weil diese nach Angaben des Telekommunikations-Verbandes VATM von der Branche 'technisch weiterhin nicht kostenfrei realisiert werden können'.
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