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Neues im Fall Telomax: Netzagentur verbietet Forderungen

30.12.2010 - In den letzten Wochen waren die dubiosen Machenschaften der Telomax GmbH immer wieder ein Thema. Zahlreiche Beschwerden gingen bei den Verbraucherzentralen wegen unerlaubter Telefonwerbung ein. Nun verhängt die Bundesnetzagentur ein Verbot der Telomax Forderungen auf Telefonrechnungen.

Die Masche im Detail

Billig-Tarife.de sah sich vor wenigen Wochen mit dem Fall einer Leserin konfrontiert, die über ein Call-Center zum Abschluss eines Gewinnspiel-Eintragsdienstes gedrängt wurde. Ohne eine Bestätigung erhalten zu haben, zog die Telomax GmbH im darauffolgenden Monat Beträge über die Telekom Telefonrechnung der Frau ein. Dieser Praxis hat nun die Bundesnetzagentur zusammen mit der Deutschen Telekom einen Riegel vorgeschoben. Telomax wird es somit untersagt Forderungen über die Telefonrechnungen zu berechnen. Da Telomax mit der Masche seit mehreren Monaten Beträge einfordert, gilt das Verbot rückwirkend für die Zeit ab dem 30. März 2010.

Netzagentur mit Beschwerden seit September 2010

Seit September 2010 sind bei der Bundesnetzagentur in zunehmendem Maße Beschwerden eingegangen, in denen Verbraucher unerlaubte Werbeanrufe mit unterdrückter Rufnummer schildern. Aus den Beschwerdeschreiben geht hervor, dass den Betroffenen in den Telefonaten zunächst ein Kosmetikgutschein in Höhe von 100 Euro als Gewinn versprochen wird. Während des Gesprächs schließen die Verbraucher dann angeblich einen Vertrag über die Teilnahme an einem Gewinnspieleintragsdienst z. B. "www.win-finder.com" oder "www.glücksfinder.net" ab. Die Kosten für den Eintragsdienst betragen 9,90 Euro brutto bzw. 8,32 Euro netto in der Woche.

Verbot greift nur bei ausstehenden Forderungen

Das von der Bundesnetzagentur nunmehr verhängte Verbot bedeutet, dass betroffenen Verbrauchern keine Beträge durch die Telomax GmbH zu den entsprechenden Diensten mehr in Rechnung gestellt werden dürfen. Hat der Verbraucher einen solchen Betrag berechnet bekommen, greift das ebenfalls verhängte Verbot der sogenannte Inkassierung, dass einen Einzug der Forderungen untersagt. Wenn der Verbraucher die in Rechnung gestellten Beträge bereits bezahlt hat, greifen beide Verbote jedoch nicht unmittelbar. In diesen Fällen sollten Betroffene möglichst mit Unterstützung der Verbraucherzentralen oder eines Rechtsanwalts versuchen, das Geld zurückzufordern.

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