Billig-Tarife

Kostenlose Infos zu Abzockfallen

Aufgepasst: Telefonabzocke immer dreister

- Dreiste Telefonabzocke ist und bleibt ein leidiges Thema für die Verbraucherzentralen. In den Monaten vor Dezember 2010 erreichten die Zentrale allein 80.000 Beschwerden wegen unerlaubter Telefonwerbung. Die Tricks der Abzocker werden dabei immer perfider.

Abzocke ohne Kontodaten

Senior in Sorge
Firmen, die unerlaubt am Telefon für die Registrierung bei einem Gewinnspiel-Abo-Dienst werben, entlocken Kunden im Gespräch persönliche Daten wie beispielsweise die Adresse, Geburtsdaten oder Kontodaten. Dann ziehen diese Firmen mithilfe der Daten ihre vermeintlichen Forderungen nicht mehr nur übers Konto, sondern auch per Telefonrechnung ein. Dies war im Dezember 2010 nur das jüngste Beispiel aus einer Flut von nahezu 80.000 Beschwerden, die die Verbraucherzentralen in den vorherigen neun Monaten bundesweit erfasst haben. "Unterm Strich landet geballter Verbraucherärger über belästigende Werbeanrufe, daraus zustande gekommene Verträge und unzulässige Abbuchungen unnötig bei uns auf dem Tisch. Das bisherige rechtliche Instrumentarium dagegen ist schlicht zu halbherzig, um diesem unseligen Treiben endlich ein Ende zu bereiten", beklagt Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.

Bußgelder bis zu 250.000 Euro gefordert

Eine schärfere gesetzliche Gangart gegen unerlaubte Telefonwerbung ist daher nach Ansicht der Verbraucherschützer dringend nötig. Diese Meinung setzt sich auch zunehmend in der Politik stärker durch. Einem Gesetzesantrag des Landes Nordrhein-Westfalen, wonach die Telefonabzocke künftig mit Bußgeldern von bis zu 250.000 Euro geahndet werden könnten, haben sich auch die Länder Rheinland Pfalz und Berlin angeschlossen. Gemeinsam fordern sie eine nachträgliche Bestätigung des Verbrauchers und härtere Maßnahmen gegen die Telefonabzocke.

Negativbeispiel Telomax GmbH

Als Negativbeispiel für besonders dreiste Abzocke nennt die Verbraucherzentrale die Firma "Telomax GmbH", über die auch Billig-Tarife.de in der Vergangenheit berichtete. Das Unternehmen berechnet den Betroffenen etwa 9,90 Euro pro Woche per Telefonrechnung. Dabei beruft sich die Firma darauf, dass die Angerufenen einem fernmündlichen Vertragsschluss zugestimmt hätten und die wöchentliche Geldabbuchung somit rechtens sei. Betroffenen rät die Verbraucherzentrale den Gang zum Anwalt. Bis zu einer rechtlichen Klärung sollten, neben den privaten Kontoauszügen, auch insbesondere die Telefonrechnungen sorgfältig überprüft und im Zweifelsfall reklamiert werden.


Quelle Foto: ©Rainer Sturm | PIXELIO.de
Jetzt Kommentar schreiben!

Weitere Informationen: Kommentare:
> Billig telefonieren mit Call-by-Call
> Jetzt Kommentar schreiben!
> Kommentare lesen
   
Bookmarks setzen:   Anzeige:
Anzeige1 GB surfen & endlos
simsen & telefonieren
Jetzt 3 Monate GRATIS*
   
Ähnliche Nachrichten:
  Aufgepasst: Telefonabzocke immer dreister
14.12.2010   Call-by-Call: Für 4 Cent ins Handynetz telefonieren
08.12.2010   Festnetz: Telekom schaltet 3 Tarife ab