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Änderungen im Stromnetz: Mehr Flexibilität für Anbieter

09.12.2010 - 45 Minuten betrugen bisher die sogenannten Vorlaufzeiten, die nötig sind um das Gleichgewicht im Stromnetz zu gewährleisten. Ab sofort sollen diese auf 15 Minuten verkürzt werden, was eine effizientere Stromversorgung zur Folge haben soll. Auch die erneuerbaren Energien könnten dadurch profitieren.

Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben zum 1. Dezember 2010 die Vorlaufzeit für Anmeldungen von Stromlieferungen durch ihre Netze deutlich verkürzt. Bisher mussten Stromlieferanten ihre Stromlieferungen bei den Netzbetreibern mit einer Vorlaufzeit von wenigstens 45 Minuten anmelden. Die bisher nur bei Kraftwerksausfällen genutzte verkürzte Vorlaufzeit von 15 Minuten wird ab sofort auf alle Stromlieferungen im Stromnetz ausgedehnt werden. Damit soll das Leistungsgleichgewicht im Netz besser gewährleistet werden.

Somit kann künftig jeder Energieversorger, der Leistungsungleichgewichte bei den von ihm belieferten Kunden erkennt, noch bis zu einer Viertelstunde vor Echtzeit das Ungleichgewicht durch Stromlieferungen ausgleichen und so ihre Stromerzeugung besser an den aktuellen Verbrauch ihrer Kunden anpassen.

Nach Angaben von Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, könnten dadurch auch die erneuerbaren Energien profitieren. So sei die Verkürzung der Vorlaufzeiten laut Kurth "auch eine wichtige Vorbedingung, um die gegenwärtig von den ÜNB börslich vermarkteten Strommengen aus erneuerbaren Energien besser in die regulären Strommärkte integrieren zu können."

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