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Telomax und Win-Finder.com: Neue Abzocke am Telefon

23.11.2010 - Wer kennt das nicht? Häufig erhält der Verbraucher per Telefon besondere, zumeist unseriöse Angebot. Neuerdings spielen Bankdaten dabei keine Rolle mehr. Stattdessen wird das Geld über die Telefonrechnung eingezogen. Doch wie funktioniert die neue Abzocke?

Abzocke am Telefon

Die neue und zugleich besonders dreiste Masche liegt der Billig-Tarife.de Redaktion in einem aktuellen Fall einer Leserin vor. Die Leserin bekam einen Anruf mit dem Angebot, sich gegen eine monatliche Gebühr in mehr als 200 Gewinnspiele eintragen zu lassen. Die Leserin zögerte, gab ihre Adresse und ihr Geburtsdatum ab, bestätigte aber nicht das ihr unterbreitete Angebot. Einen großen Schreck bekam die Frau dann wenige Tage später, als auf ihrer Telefonrechnung der Deutschen Telekom ein Betrag von rund 40 Euro durch das Unternehmen Telomax im Namen des Gewinnspieleintragdienstes Win-Finder.com verlangt wurde, ohne dass die Frau eine Zustimmung abgegeben oder ein entsprechendes Schriftstück über ein geschlossenes Vertragsverhältnis erhalten hatte.

Verbraucherzentrale ermittelt

Kein Einzelfall wie die Recherchen bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ergaben. Auf Anfrage von Billig-Tarife.de bestätigte Frau Wagner von der Pressestelle der Verbraucherzentrale NRW, dass bereits zahlreiche Beschwerden gegen dieses Vorgehen und auch gegen das Unternehmen Telomax vorlägen, die aktuell bearbeitet würden. Dabei sei es wichtig, dass durch eine mündliche Bestätigung noch kein gültiger Vertrag zustande käme. Der Anbieter müsse das Vertragsverhältnis schriftlich bestätigen und eine Widerrufsfrist von 14 Tagen einräumen.

Gespräch mit der Telekom suchen

Da auch ohne diese Bestätigung und Widerrufsrecht Geld von den Betroffenen verlangt wird, rät die Verbraucherzentrale einen möglichen Vertrag direkt schriftlich beim Unternehmen zu kündigen bzw. zu widerrufen. Außerdem sollte das Gespräch mit dem jeweiligen Rechnungssteller, in unserem Beispielfall also der Deutschen Telekom, gesucht werden. Dabei solle man den strittigen Betrag bei der Telekom reklamieren und sich somit weigern, den durch Telomax erhobenen Betrag zu bezahlen. Somit kann der Verbraucher erreichen, dass die Telekom nur die berechtigten Telefongebühren - ohne den von Telomax erhobenen Betrag - einzieht.

Vorgehen bei unerlaubter Telefonwerbung

Um gegen den unseriösen Anbieter selbst vorzugehen, bleibe laut Verbraucherzentrale nur eine Anzeige bei der Kriminalpolizei, da sich die betreffenden Unternehmen zumeist im Ausland befänden. Auf Grund der vorliegenden Fälle sollten Verbraucher bei unerlaubter Telefonwerbung das Gespräch möglichst schnell beenden und eine Zustimmung zu angebotenen Dienstleistungen stets verweigern. Handelt es sich wie im beschriebenen Fall um einen Werbeanruf ohne vorherige Einwilligung - also unerlaubte Telefonwerbung - sollte der Anbieter darüber hinaus bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden.

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