Billig-Tarife

Auktion beendet: 4,4 Millarden für LTE-Frequenzen

21.05.2010 - Seit dem 12.04.2010 haben die Netzbetreiber Deutsche Telekom, E-Plus, Telefónica o2 und Vodafone um die frei gewordenen Mobilfunkfrequenzen geboten. Bei der Auktion kamen insgesamt 4,38 Millarden Euro zusammen.

Nach 224 Bieterrunden ist die Auktion nun beendet. Der Bund verdient 4,38 Millarden Euro - weniger als zuvor erwartet. Die heiß begeehrten Frequenzen im Bereich unter einem Gigahertz, konnten sich die Deutsche Telekom, Telefónica o2 und Vodafone sichern. Jeder erhielt jeweils zwei Frequenzblöcke aus diesem Bereich. Diese Frequenzen sind für die Netzbetreiber besonders interessant, da mit ihnen die unterversorgten ländlichen Regionen mit Breitband-Internetzugängen ausgestattet werden können. Damit verfolgt Deutschland weiterhin das Ziel, bis zum Ende des Jahres 2010 alle Haushalte mit einem schnellen Breitband-Anschluss zu versorgen. Die Digitale Dividende ist daher unerlässlich, um alle Breitband-Lücken zu schließen und alle Hausalte zu versorgen. „Deutschland ist internationaler Vorreiter bei der Nutzung der Digitalen Dividende“, erklärt der Präsident des Branchenverbands BITKOM Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Bereits vor der Auktion hatten die Netzbetreiber zugesichert, die dünn besiedelten Regionen zu versorgen. Schließlich gibt es in Deutschland immer noch rund 700 Kommunen, die nur über Satellit auf das schnelle Internet zugreifen können.

Grundstein für LTE-Netze ist gelegt

Durch die Auktion wurde der Grundstein für die neuen LTE-Netze gelegt. Diese "Long Term Evolution"-Netze (LTE) sollen Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 100 MB pro Sekunde ermöglichen. „Mit LTE wird die Vision vom überall verfügbaren Breitband-Internet Realität", erklärt Prof. Scheer. Von der Frequenzauktion profitiert somit natürlich auch der Verbraucher. Durch die frei gewordenen Frequenzen wird der Datenverkehr in Zukunft schneller und auch die Verbraucher in ländlichen Regionen können über das Mobilfunknetz in Breitband-Geschwindigkeit im Internet surfen.

Erste Bedenken seitens des DVPT Verbandes

Der Deutsche Verband für Post Informationstechnologie und Kommunikation e.V. (DVPT) befürchtet allerdings nach dem Auktionsende, dass den erfolgreichen Bietern nicht mehr genügend Mittel zur Verfügung stehen, um die Digitale Dividende voranzutreiben. Für die versteigerten 360 MHz werden insgesamt 4,38 Millarden Euro fällig - Geld, dass auch für den Ausbau der Infrastruktur durch die Netzbetreiber nötig ist. "Bei einer endgültigen Auktionssumme von rund 4,4 Milliarden Euro ist die als Allheilmittel geltende ‚Digitale Dividende‘ eigentlich schon gestorben“, schätzt Hans-Joachim Wolff aus dem DVPT-Vorstand ein.



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[Quelle: Pressemitteilung Bitkom, DVPT] [Redakteur: Dominik Linke]