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Neue Studie: Jeder 2. surft im Job auch privat

12.02.2010 - Der Branchenverband Bitkom hat eine Studie vom Institut Aris veröffentlicht, deren Ergebnis besonders Arbeitgeber interessieren wird. Demnach surft jeder zweite berufliche Internet-Nutzer während der Arbeit für private Zwecke.

Ob ein Sportereignisse online verfolgen oder Mails lesen - gut 49 Prozent der deutschen Arbeitnehmer nutzen das Netz im Büro privat. Dabei ist das in den meisten Fällen nicht erlaubt. Der Bitkom rät Unternehmen, klare Regeln für die private Internet-Nutzung im Job zu formulieren. Dass die Grenzen zwischen Privatleben und Job immer mehr verschwinden, zeigt auch ein Blick in die andere Richtung: Zwei Drittel (65 Prozent) der berufstätigen Anwender nutzen das Netz in der Freizeit auch beruflich. Somit profitieren auch die Arbeitgeber von einer gewissen Flexibilität im Umgang mit dem Internet - denn so sind die Mitarbeiter auch über die Arbeitszeit hinaus mit der Arbeit verbunden und können in dringenden Fällen per Email erreicht werden.

Ob die private Internet-Nutzung im Job erlaubt ist, regelt in Deutschland kein spezielles Gesetz. Im folgenden Teil finden Sie eine Zusammenfassung der häufigsten Fragen:

Wer entscheidet über die private Nutzung des Internets?

Allein der Arbeitgeber. Er ist nicht verpflichtet, das private Surfen zuzulassen. Entscheidet er sich dafür, hat er zwei Möglichkeiten: Er kann es generell erlauben oder auf bestimmte Zeiten oder Seiten begrenzen.

Was gilt, wenn es keine Regelung gibt?

Ohne konkrete Vereinbarung gehen Gerichte eher von einer Duldung der privaten Internetnutzung aus. Das kann für Arbeitnehmer von Vorteil sein, falls es zum Streit kommt.

Wie können sich Arbeitnehmer absichern?

Arbeitnehmer sollten in der Personalabteilung nach geltenden Regelungen fragen. Darüber hinaus ist es ratsam, eine klare Regelung zum privaten Surfen zu treffen - durch eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag, eine Richtlinie oder eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat.

Welche Kontrollmöglichkeiten hat der Arbeitgeber?

Ist die private Internet-Nutzung erlaubt, darf der Chef das Surfverhalten nur in Ausnahmefällen ohne Zustimmung des Mitarbeiters kontrollieren. Selbst bei einem Verbot der privaten Nutzung sind keine unbegrenzten Kontrollen gestattet. Der Arbeitgeber darf dann stichprobenartig prüfen, ob das Surfen dienstlich bedingt ist. Er muss den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten und darf Internet- und E-Mail-Verbindungsdaten nicht verwenden, um Mitarbeiter systematisch zu kontrollieren.

Droht im Zweifelsfall die Kündigung?

Die intensive private Nutzung des Internets während der Arbeitszeit ohne Erlaubnis kann eine Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten darstellen. Doch vor einer Kündigung muss der Arbeitgeber einen Mitarbeiter in der Regel zunächst einmal abmahnen.


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