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Branchenstreit: Uneinigkeit über Preise für letzte Meile

09.02.2009 - Bis Ende März legt die Bundesnetzagentur erneut die Preise für die letzte Meile fest. Derweil ist ein Streit unter den Anbietern ausgebrochen, wie sich eine Preisveränderung auf Investionen in neue Netze auswirken würde.

Zwei Austritte aus dem Breko-Verband

Die regionalen Telekommunikations- anbieter M-Net und NetCologne haben am Wochenende ihren Austritt aus dem Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) erklärt. Grund dafür sind gegensätzliche Meinungen zu den Mietpreisen der letzten Meile.


"Preissenkung würde den Infrastruktur- Wettbewerb schwächen!"

Beide Unternehmen sind der Auffassung, dass sich eine Senkung der Kosten für die so genannte letzte Meile (also die Kosten, die DSL-Anbieter für den letzten Abschnitt der Leitung zum Hausanschluss des Kunden an den Netzbetreiber zahlen müssen) negativ auf weitere Investitionen in den Netzausbau auswirken würden. Kurzfristig würden zwar auch NetCologne und M-Net von gesenkten Preisen für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) profitieren, da auch sie zusammen mehr als eine halbe Million TALs angemietet haben. Jedoch planen beide Anbieter für die kommenden Jahre einen Ausbau von Glasfaser-Breitbandnetzen. Sinkende TAL-Entgelte würden sich nach Auffassung der Unternehmen unmittelbar auf die Endkundenpreise auswirken, jedoch den Infrastruktur-Wettbewerb und damit den weiteren Netzausbau in Deutschland gefährden. M-Net und NetCologne sprechen sich deshalb für verlässliche und langfristig stabile Preisfestsetzungen aus, um so in eigene Netze investieren zu können. "Die Entwertung von Telekommunikationsinfrastruktur kann nicht im Interesse investierender Unternehmen sein.", erklärt Dr. Hans Konle, Vorsitzender der Geschäftsführung von M-net.


"Durch eine Preissenkung können Unternehmen in neue Netze investieren!"

Dieser Meinung ist der Breko-Verband, dem u.a. HanseNet, Telefónica Deutschland und Versatel angehören, und widerspricht damit der Auffassung von M-Net und Net-Cologne. Nach Angaben des Verbands würden Unternehmen erst durch eine TAL-Preisabsenkung in die Lage versetzt werden, in neue Netze investieren zu können. Gefordert wird deshalb eine Senkung des Preises für die letzte Meile, um Investitionen in neue Glasfaser-Netze zu ermöglichen. Einige Anbieter, wie Hanse-Net und die QSC AG, sprechen sich sogar für eine Senkung des Preises um 25 Prozent aus. Die Telekom hält hingegen eine mehr als 20-prozentige Erhöhung der Mietpreise für die letzte Meile für angemessen. Kritisiert wird sie deshalb auch vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), der diese Forderung als "völlig überhöht" und "sachlich nicht begündbar" bezeichnet. Auch der VATM ist der Meinung, dass eine Erhöhung des Preises für die letzte Meile die Investitionskraft der Anbieter in neue Netze deutlich schwächen würde.


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Weitere Informationen:   Kommentare:
> www.brekoverband.de
> www.m-net.de
> www.bundesnetzagentur.de
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