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Rufnummern-Mitnahme: Nutzen, Kosten, Vorgehen

26.01.2009 - Wer seinen Mobilfunkanbieter wechselt, bekommt normalerweise auch eine neue Handynummer zugeteilt. Doch es ist auch möglich, seine alte Rufnummer zum neuen Anbieter mitzunehmen. Dieses Verfahren nennt sich Rufnummernportierung. Wir erklären, was dabei zu beachten ist und was die Rufnummernmitnahme kostet.



Die Vor- und Nachteile der Rufnummernportierung



Bei fast allen Mobilfunkanbietern ist heute die Mitnahme der alten Handynummer möglich. Dadurch bleibt es dem Kunden bei einem Anbieterwechsel erspart, all seinen Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern seine neue Rufnummer mitzuteilen, was in den meisten Fällen nicht nur zeitaufwendig ist, sondern auch Kosten verursachen würde. Zudem muss der Kunde keine neuen Visitenkarten drucken lassen, etc. Die Nachteile: Die Rufnummernportierung ist nicht kostenlos (siehe unten). Desweiteren wird natürlich auch die Netzvorwahl (z.B. 0174, 0160) beibehalten. Anrufer können daran nun nicht mehr erkennen, in welchem Netz derjenige telefoniert. Deshalb bieten die Mobilfunkanbieter verschiedene Möglichkeiten an, um herauszufinden, welches Netz zu welcher Nummer gehört.


Die Kosten


Meist muss dem alten Anbieter bei Rufnummernmitnahme eine Bearbeitungsgebühr gezahlt werden. Diese liegt normalerweise zwischen 25 und 30 Euro.

Der neue Anbieter verlangt in der Regel kein Geld für eine Rufnummernportierung. Einige Mobilfunkanbieter bieten ihren neuen Kunden sogar eine Gutschrift an, wenn diese ihre alte Rufnummer übertragen wollen. So erhalten derzeit Neukunden des Mobilfunk-Discounters Blau.de einen Mitnahmebonus von 10 Euro. Nähere Informationen dazu erhalten Sie auf der Blau.de Internetseite.


Die Vorgehensweise


Die Rufnummernportierung erfolgt in der Regel nach einem einheitlichen Muster: Zunächst muss der alte Mobilfunkvertrag gekündigt werden. Sobald eine Kündigungsbestätigung des alten Anbieters vorliegt können Sie sich damit an den neuen Anbieter wenden. Der Portierungsantrag ist vier Monate vor dem Vertragsende bis höchstens vier Wochen nach Ablauf des alten Mobilfunkvertrages möglich. Kunden sollten sich insbesondere über diese Fristen bei ihren Anbietern informieren und diese einhalten, da bei einer gescheiterten Rufnummernportierung das Recht auf die alte Rufnummer verfällt. Beispielsweise ist eine Mitnahme der Nummer zu Klarmobil nur bis zu zehn Tage nach dem Ende des alten Vertrags möglich. Eine frühzeitige Beantragung der Rufnummernportierung ist in jedem Fall zu empfehlen. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Antragsteller auch der Rufnummerninhaber ist.


Auch Prepaid-Kunden können normalerweise ihre Rufnummer zu einem neuen Anbieter portieren. Sie müssen ihrem alten Anbieter eine Verzichtserklärung schicken, in der sie sich mit dem Verfall ihres gegebenenfalls vorhandenen Restguthaben einverstanden erklären. In den meisten Fällen wird die Bezahlung der Bearbeitungsgebühr an den alten Anbieter über die Prepaid-Karte vollzogen. Kunden sollten daher darauf achten, dass ausreichend Guthaben auf ihrer Karte vorhanden ist.


Verzichtserklärungsformulare und Anträge auf Rufnummernportierung werden meist auf den Internetseiten der Mobilfunkanbieter bereit gestellt.


Was sonst noch zu beachten ist

Eventuell ist der Kunde zum Zeitpunkt der Rufnummernportierung (über den man in der Regel vom neuen Anbieter informiert wird) kurzzeitig nicht auf dem Handy erreichbar.

Die Rufnummernmitnahme ist jedoch nicht immer möglich. So bietet der Mobilfunk-Discounter Fonic diesen Service nicht an, verweist jedoch darauf, dass die Mitteilung der neuen Rufnummer an 100 Personen per SMS lediglich 9 Euro kostet, während für eine Rufnummernmitnahme normalerweise 25 bis 30 Euro anfallen (siehe oben). Zum Anbieter Callmobile kann die alte Rufnummer nur zu den Tarifen Clever3 und Clever9 mitgenommen werden. Eine Portierung zum Tarif Clever-to-go ist derzeit nicht möglich.

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[Quelle: Bundesnetzagentur/ T-Mobile/ O2/ E-Plus/ Callmobile/ Fonic/ Foto: T-Mobile] [Redakteur: Christoph Streicher]