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Wegfall der letzten Meile- Mehr Auswahl für Verbraucher

15.05.2008 - Mit der Bekanntgabe der Preise für den IP-Bitstrom-Zugang durch die Bundesnetzagentur fällt die sogenannte letzte Meile nun endgültig. Damit verliert die Telekom ihr letztes Monopol und andere Anbieter haben die Möglichkeit ihren Kunden bundesweit DSL-Komplettpakete anzubieten.

Beim IP-Bitstrom-Zugang überlässt die Telekom dem Wettbewerber DSL-Anschlüsse und transportiert den darüber geführten Datenstrom über ihr Konzentratornetz bis sie ihn an den Wettbewerber übergibt. Dadurch wird es Konkurrenzunternehmen der Telekom mit nur wenig eigener Infrastruktur möglich, ihren Endkunden bundesweit DSL-Anschlüsse anbieten zu können. Die Bundesnetzagentur hat nun festgelegt, welchen Preis die Wettbewerber der Telekom für die Nutzung der "letzten Meile" zahlen müssen. Durch den Wegfall des letzten Monopols der Telekom kann nun mehr Wettbewerb auf dem Markt entstehen, wovon letztendlich auch die Verbraucher profitieren.

Unterschieden wird beim IP-Bitstrom-Zugang zwischen der Stand-alone-Variante, bei der ein Endkunde neben dem DSL-Anschluss keinen gesonderten Telefonanschluss mehr benötigt, und der Möglichkeit, dass der Endkunde seinen herkömmlichen Telefonanschluss neben dem DSL-Anschluss behalten will.
Für die Stand-alone-Variante gilt ein monatlicher Grundpreis von 19,05 Euro bei einer durchschnittlichen Bandbreiteninanspruchnahme von 50 kbit/s. Bei 75 kbit/s müssen 20,05 Euro gezahlt werden. Für die Einrichtung des IP-Bitstrom-Zugangs bei der Stand-alone-Variante wird außerdem ein einmaliger Preis von 45,09 Euro fällig.
Will der Endkunde neben seinem DSL-Anschluss einen herkömmlichen Telefonanschluss behalten, müssen Wettbewerber künftig 8,55 Euro für den IP-Bitstrom an die DT AG zahlen. In solchen Fällen wird dann aber zusätzlich der volle Endkundenpreis für den Telefonanschluss fällig. Der einmalige Anschlusspreis für diese Variante beträgt 56,47 Euro.

Während der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth die genehmigten Bitstrom-Entgelte als "fairen Kompromiss" bezeichnet, kritisiert der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (Breko) die IP-Bitstrom-Entgelte als zu niedrig, da sie "die Kostensituation derjenigen Unternehmen verbessern, die keinen Beitrag zu Innovation und Qualitätssteigerung der Netze leisten". Das "Engagement in den Aufbau einer hochmodernen Breitbandinfrastruktur" sei dadurch gefährdet.
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