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: Marktregulierung setzt Energiebranche unter Druck

21.02.2008 - Nach dem Branchenkompass Energieversorger 2008 blicken die deutschen Energieversorgen nach dem Erfolgsjahr 2007 nur noch verhalten in die Zukunft. Gründe dafür werden im Effizienzzwang in einem stärker regulierten Energiemarkt, im steigenden Wettbewerb sowie im Thema Klimawandel gesehen.


Schlechte Stimmung auf Energiemarkt

Nach Jahren öffentlicher Diskussionen über Rekordgewinne der Energieversorger, vermiest die zunehmende staatliche Regulierung der Branche die Stimmung. Jedes zweite Unternehmen rechnet in den kommenden drei Jahren mit einer Geschäftsentwicklung, die hinter dem allgemeinen Wirtschaftswachstum zurückbleibt. Dies ergab die Studie „Branchenkompass Energieversorger 2008“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.


Energiemarkt spürt zunehmend Gegenwind

Die Rahmenbedingungen auf dem deutschen Energiemarkt werden sich spürbar verändern. In einer Befragung, durchgeführt vom Forsa Marktforschungsinstitut, unter den deutschen Energieversorgern nennen 41 Prozent der Energiemanager spontan die Anreizregulierungsverordnung (ARegV) als größte Herausforderung für den Geschäftsbetrieb. Im Rahmen des staatlich verordneten Sparkurses muss sich jeder Netzbetreiber ab Januar 2009 an dem effizientesten Versorger der Branche ausrichten. Nach Ansicht der Befragten werden kleinere und mittlere Strom- und Gasversorger die strengen Effizienzanforderungen nur schwer erfüllen können.


Wechselbereitschaft steigt

Neben der Regulierung schmälert der schärfere Wettbewerb um den Endkunden die Wachstumsaussichten der Energieversorger. 84 Prozent der Fach- und Führungskräfte sind davon überzeugt, dass Privathaushalte bei Unzufriedenheit künftig schneller ihren Stromversorger wechseln als bisher. Im vergangenen Jahr kehrten bereits doppelt so viele Stromkunden ihrem Anbieter den Rücken wie 2006.


Anbieter auf der Suche nach neuen Erlösquellen

Über die bekannte Angebotspalette hinaus sind viele Unternehmen auf der Suche nach neuen Erlösquellen. Geplant sind vor allem zusätzliche Beratungsdienstleistungen. Daneben sehen ein Viertel der befragten Energieversorger im Contracting eine Quelle mit wachsendem Ertragspotenzial. Diese erweiterte Angebotspalette sehen zwei Drittel der Energiemanager als notwendigen Beitrag für die Zukunftssicherung des eigenen Unternehmens an.


Erschließung neuer Geschäftsfelder und Fusionen

Neue Geschäftsfelder, wie etwa Energieerzeugung und Energiehandel, sollen vor allem gemeinsam mit Partnern erschlossen werden. Beinahe 80 Prozent der Energieversorger wollen ihre Wettbewerbsposition mit Hilfe strategischer Kooperationen stärken. Auch die Zusammenarbeit mit branchenfremden Unternehmen – vor allem im Vertrieb – soll nach Ansicht der Versorger weitere Wettbewerbsvorteile bringen. Zudem plant jeder vierte Topentscheider aus dem Energiesektor Fusionen oder Unternehmenskäufe.


Steigende Bedeutung regenerativer Engergien

Weitere Wachstumsimpulse werden auch durch die steigende Bedeutung der regenerativen Energieträger erwartet. Jeder zweite Energieversorger will verstärkt in das Geschäft mit erneuerbaren Energien einsteigen. Die größte Bedeutung hat dabei die Solartechnik. Fast zwei Drittel der befragten Manager planen Investitionen in Solaranlagen. Ähnliches gilt für Biomasse.
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