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Marktmissbrauchs- Verfahren gegen Deutsche Telekom

14.12.2007 - Telefonica Deutschland reicht am 14. Dezember bei der Bundesnetzagentur ein Missbrauchsverfahren gegen die Deutsche Telekom ein. Dadurch möchte das Unternehmen einen fairen Wettbewerbauf auf dem DSL-Markt erreichen.


Missbrauchsverfahren gegen Deutsche Telekom bei der Bunesnetzagentur eingereicht

Der Deutschen Telekom wird vorgeworfen, das Breitbandwachstum und insbesondere Wettbewerber bei der Aufschaltung der DSL-Kunden auszubremsen. Telefonica Deutschland erhofft sich von dem Verfahren neben einem fairen Wettbewerb auf dem DSL-Markt eine marktgerechte und schnellere Bereitstellung von Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) für seine DSL-Kunden.


Alternativanbieter von DSL im Nachteil

Telefónica hatte die Bundesnetzagentur wiederholt auf den
Marktmachtmissbrauch der Telekom hingewiesen, die deutlich weniger TAL bereitstellt als benötigt. Das Netz von Telefónica in Deutschland nutzen unter anderem HanseNet/Alice, 1&1, Freenet und o2 Germany. Häufig ist es der Fall, dass die Bereitstellung eines DSL-Anschlusses bei Alternativanbietern bis zu vier Wochen dauert und damit etwa doppelt so lange wie bei der Deutschen Telekom.


Schädigung von Alternativanbietern durch mangelhafte Beretistellungsleistung der Deutschen Telekom

Durch den der Deutschen Telekkom vorgeworfenen Marktmachtmissbrauch schädige die Deutsche Telekom sowohl die Telefónica Deutschland als auch deren Partner. Die mangelhafte Bereitstellungsleistung der Deutschen Telekom wird derzeit auch von anderen alternativen Netzbetreibern beklagt. Neben dem wirtschaftlichen Schaden führen die Verzögerungen bei der Aufschaltung zu massiver Verärgerung der Endkunden der alternativen Anbieter. Die Partner von Telefónica unterstützen den Antrag bei der Bundesnetzagentur. Besonderes Ärgernis sind für die Alternativanbieter die Verzögerungen beim Aufschalten von Komplettanschluss-Kunden durch die Deutsche Telekom. Dadurch werde ein starkes Wachstum im DSL-Segment gehemmt.


Telefonica-Partner befürworten Antrag bei BNetzA

Auch der Geschäftsführer von Hanse Net unterstützt die Initiative der Telefonica, denn bisherige Bemühungen für Verbesserungen der Anschaftqualität von Alternativanbietern, wie Hanse Net/Alice, durch die Deutsche Telekom nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe. "Ohne ein Einschreiten der BNetzA sei daher zu befürchten, dass sich die kritische und letztlich auch verbraucherschädigende Situation nachhaltig verfestigt", so der Hanse Net-Geschäftsführer weiter. Auch die Geschäftsführer von 1 & 1, Freenet sowie O2 befürworten eindeutig den Schritt der Telefonica, da auch sie genauso von der herrschenden Problematik betroffen sind.


Hohe Investitionen, aber kein optimales Abschöpfen des Potenzials

Die Verärgerung bei der Telefonica Deutschland resultiert vor allem auch daraus, dass sie große Investitionen getätigt hat und bereit ist weiter in den Ausbau ihres Netzes in Deutschland zu investieren. Somit trägt die Telefonica zur wachsenden Verbreitung von DSL in Deutschland bei. Aber dennoch kann Telefonica das vorhandene Potenzial bei weitem nicht abschöpfen, da die Telekom trotz langfristigen Planungsvorlaufs nicht die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stellt, obwohl Telefonica die kompletten Kosten trägt.


Ziel: fairer Wettbewerb

Mit dem Antrag auf das Missbrauchsverfahren fordert Telefónica von der Bundesnetzagentur eine rasche und wettbewerbsfördernde Entscheidung für einen Standardvertrag, der den TAL-Aufschaltprozess regelt und dem Unternehmen und seinen Kunden eine Befriedigung der Marktnachfrage ermöglicht. Telefónica hat bereits mehrfach angekündigt, dass höhere Bereitstellungsmengen benötigt werden. Die Deutsche Telekom wird aber nach bisherigen Ankündigungen auch 2008 nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung stellen, um die Nachfrage der alternativen Anbieter zu bedienen.
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