Billig-Tarife

Bald kostenlos telefonieren mit Google Android?

26.11.2007 - Google "Android" heißt die neue Software-Plattform fürs Handy. Technik-Analysten von Strategy Analytics prognostizieren der auf Open-Source-Standards basierenden Software-Architektur des Internet-Suchmaschinenbetreibers eine vielversprechende Zukunft.


Open-Source-Basis

Der "Android" umfasst Googles Open-Source-Betriebssystem und eine Entwicklungsplattform für mobile Werbung. Darin liegt das größte Potenzial des Systems und bildet den stärksten Anziehungspunkt für Android-Kooperationspartner, so Strategy Analytics.


Startschwierigkeiten erwartet

In den USA werden die ersten Android-Geräte voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2008 auf den Markt kommen. Allerdings ist zunächst mit einem Nischendasein von Android-Geräten zu rechnen. So wird erwartet, dass Android bei Smartphones etwa in einem Jahr einen Marktanteil von zwei Prozent erreicht. Google setzt mit seinem offenen Ansatz für die Entwicklung leistungsfähiger Anwendungen vor allem auf Dritte. Bislang hat sich das Design attraktiver Smartphone-Funktionen selbst für etablierte Entwickler als echte Herausforderung erwiesen. Anfänglich werden die Android-Telefone deshalb eher in Nischen eines entwickelten Marktes ansiedeln, auf dem optimierte Geräte etablierter Anbieter die führende Rolle spielen. Der Erfolg von Android hängt natürlich auch davon ab, wie gut das offene Software-Konzept funktioniert.


Kostenfaktor

Bis die Technologie für ein komfortables mobiles Surf-Erlebnis zu erschwinglichen Preisen bereit steht, werden noch einige Jahre vergehen. Ein niedrigpreisiger Markteinstieg von Google-Phones wird deshlab nicht so leicht zu verwirklichen sein, wie Google und Android-Partner dies momentan annehmen.


Mittelfristig gute Chancen

Mittelfristig scheinen die Chancen für den "Android" gut. Die Aussicht auf "Low-Cost-Software", die offene Software-Architektur, breite Unterstützung für Anwendungsentwicklerund das finanzielle Engagement Googles sind vielversprechende Gründe, warum das auf offenen Standards basierende System erfolgversprechend zu sein scheint.


Kooperation zwischen Google und Android-Parnern

Ähnliche Kooperationsmodelle wie sie Google über die Vernetzung mit den Webseiten und Portalen Dritter anbietet und worüber die Betreiber der Partnerseiten direkt von den Umsätzen profitieren, die über die Google-Suchfunktion auf ihren Seiten generiert werden, locken Mobilfunkanbieter, OEMs und Anwendungsentwickler in ein Engagement rund um "Android" Mittel- und langfristig erhoffen sich Partner, von den Werbeumsätzen profitieren zu können, die über "Android" generiert werden. Die Kontrolle über das Betriebssystem könnte Google und den Android-Partnern bessere Einsicht in das Nutzerverhalten verschaffen und ihnen dabei helfen, Werbemöglichkeiten zu optimieren.


Kosteneinsparung möglich

Die Möglichkeit, ein offenes Betriebssystem zu nutzen und eigene Anwendungen auf einer offenen Entwicklungsplattform günstig entwickeln zu können, birgt großes Kosteneinsparungspotenzial. Die resultierenden Produkte können so günstig angeboten werden.
Entscheiden sich Mobilfunkanbieter für eine Positionierung ihrer Android-Lösungen im Niedrigpreissegment, werden sich auch billigere Datenflatrates durchsetzen oder die Gebühren ganz wegfallen. Refinanziert werden könnten diese Billigangebote und Tarife durch clevere Werbemodelle, die von den Nutzern akzeptiert werden. Maßgeschneiderte Android-Anwendungen können Mobilfunkanbieter zudem zur Kundenbindung nutzen und so die Abwanderungsrate im Pre-Paid-Bereich verringern oder die Wechselquote von Pre-Paid zu Post-Paid steigern.

Jetzt Kommentar schreiben!        

Weitere Informationen: Kommentare:
Weitere Infos zu Google Android
> Jetzt Kommentar schreiben!
> Kommentare lesen
   
Bookmarks setzen:   Anzeige:
AnzeigeSmartphonetarif mit 1GB:
ab 11,90 €* inkl. 200 Min/ SMS
   
   
Ähnliche Nachrichten:
26.11.2007   Bald kostenlos telefonieren mit Google Android?
22.11.2007   Bund verschärft Speicherung von Internet-Daten


[Quelle: Pressemitteilung talkabout communications] [Redakteur: Christiane Sake]