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EU gegen Telekom-Monopol bei V-DSL

17.12.2006 - An ökonomischen Gutachten gegen das nun drohende VDSL-Monopol der Telekom, wissenschaftlicher Kritik und politischen Warnungen vor allem aus Brüssel hatte es wahrlich nicht gemangelt. Trotzdem darf die Telekom das zukünftige V-DSL-Netz alleine betreiben - ohne Wettbewerber.

Auf der Basis des neuen Hochgeschwindigkeits-Netzes entwickelt die Deutsche Telekom AG einen neuen Markt für innovative Multimedia-Dienstleistungen. Die Glasfaserleitungen sollen das bisherige DSL noch schneller machen und Daten mit bis zu 50 MBit/s in das heimische Wohnzimmer übertragen. Damit kann nicht nur ultraschnell im Internet gesurft sondern auch Filme per Knopfdruck direkt auf den TV-Bildschirm und guter Qualität übertragen werden. Der Kabelanschluss oder die Satellitenschüssel werden damit überflüssig.

„Es hat sich hier eindeutig der politische Wille durchgesetzt, dem Exmonopolisten, an dem der Bund immer noch zu 32 Prozent beteiligt ist, einen wirtschaftlichen Vorsprung zu verschaffen. Das ist ein aus unserer Sicht missbräuchlicher Eingriff in den Wettbewerb“, erklärt Peer Knauer, Präsident des Bundesverbandes Breitbandkommunikation. "Wir ermutigen die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, ihre Mittel einzusetzen, um wieder Recht und Ordnung auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt einkehren zu lassen.“

Kein Wettbewerb bedeutet für ein Unternehmen auch gleichzeitig eine Monopolstellung und damit Planungssicherheit. „Damit bleibt der Preiswettbewerb in der Königsdisziplin der DSL-Verbindungen auf der Strecke“, so Knauer weiter. Gleichzeitig kann das Unternehmen auch selbst bestimmen, welche Leistungen es anbietet, ohne auf Konkurrenten schauen zu müssen.

Unabhängig davon komme es nun vor allem darauf an, die Niederlage für die DSL-Wettbewerber so verträglich wie möglich zu gestalten. Das Telekommunikationsgesetz schließe in § 9a die BREKO-Firmen nun zwar von VDSL-Produkten vorerst aus, nicht unbedingt aber von der dafür notwendigen Infrastruktur. Knauer will sich dafür einsetzen, dass für die BREKO-Mitglieder endlich der lange geforderte Zugang zu den kundennahen Kabelverzweigern (KVZ) am Straßenrand möglich wird. Auf diesem Wege kämen die Unternehmen dann doch noch in die Lage, hochbreitbandige Dienste zu ihren Kunden zu transportieren.
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Weitere Informationen:   Kommentare:
> www.brekoverband.de
> www.telekom.de

> www.bundesnetzagentur.de
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