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Billig-Tarife.de News: Datenschützer mahnt Risiken bei VoIP an

07.09.2006 - Im Rahmen eines Internationalen Symposium belichtete der Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, Dr. Alexander Dix, sowohl Risiken als auch Chancen für den Datenschutz für die Internet-Telefonie über Voice-over-IP (VoIP).

Das prinzipielle Risiko besteht darin, dass mit dem Internet eine Infrastruktur genutzt wird, die im Gegensatz zum Festnetz prinzipiell unsicher ist. Die Datenpakete werden über eine Vielzahl von global verteilten Netzknoten geleitet, deren Betreiber kaum zu kontrollieren sind. Weitere Risiken werden mit Kürzeln wie "Vishing", "Caller-ID
Spoofing" und SPIT beschrieben.

Es kann nicht überraschen, dass alle aus dem Internet bekannten Risiken wie das Passwort-Fishing, die Fälschung von Identitäten und das SPAM-Problem auch auf die Sprachtelefonie erstreckt werden. Wir empfinden schon jetzt den täglichen Müllhaufen in unserem e-mail-Postfach als lästig. Der elektronische Hausfriedensbruch, dessen erste Ansätze wir beim Telefonmarketing erleben, wird durch Voice SPAM noch um ein Vielfaches verstärkt, so die theorie.

Zur Zeit werden Gegenmaßnahmen entwickelt, die ihrerseits das Telekommunikationsgeheimnis wie auch Persönlichkeitsrechte der Anrufer beeinträchtigen können: So haben Forscher bei Microsoft eine Software zur
heimlichen Sprachanalyse entwickelt, um wichtige von unwichtigen Telefonaten zu unterscheiden und zugleich unerwünschte Werbeanrufe auszufiltern. Aber es existieren auch datenschutzfreundliche Verfahren zur
Abwehr von Voice SPAM.

Andererseits könnte Voice-over-IP auch die Chance bieten, eine der ältesten Forderungen des Datenschutzes an die Telekommunikationsanbieter zu realisieren, nämlich die einfache Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei der Sprachtelefonie für jeden Nutzer. Auf welche Weise den Belangen der Strafverfolgung durch eine in Einzelfällen gebotene Telekommunikationsüberwachung angemessen Rechnung
getragen werden kann, wurde ebenfalls von Experten behandelt.

In keinem Fall darf jedoch die Internet-Telefonie zu einer prinzipiell staatlich überwachten Kommunikationsform werden meint Dr. Alexander Dix Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit. Das Fernmeldegeheimnis endet nicht am Zugangspunkt zum Internet; es muss der neuen technischen Entwicklung
angepasst werden, um den Schutz der Vertraulichkeit der technisch vermittelten Sprachkommunikation aufrechtzuerhalten.

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