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Breko: 1 MilIion neue DSL-Anschlüsse in 2006

20.05.2006 - Das Geschäftsjahr 2005 haben die 52 Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Breitbandkommunikation Breko, die eine starke Konkurrentz zur Deutschen Telekom darstellen, mit einigen Rekorden abgeschlossen. Die Wirtschaftsdaten stellte Verbandspräsident Peer Knauer im Rahmen der Jahrespressekonferenz in Köln vor.

Besonders stark zugelegt haben die Breitbandanschlüsse: 1,6 Millionen neue DSL-Zugänge konnten von den Unternehmen vermarktet werden, was einer Quote von 44 % aller 2005 in Deutschland geschaffenen DSL-Anschlüsse entspricht. Ende 2006 sollen nochmals mehr als 900.000 dazugekommen sein – pro Werktag werden also 3.700 neue Anschlüsse geschaltet.


Breko-Mitgliedsfirmen durch DSL geprägt

Für Peer Knauer unterstreicht dies eindrucksvoll die zu Jahrebeginn vorgenommene Neupositionierung des Verbandes: „Eine herausragende Stärke von BREKO ist, dass wir beim Zukunftsthema Nr. 1, der Breitbandkommunikation, mit einer Stimme sprechen können. DSL ist eine wichtige Klammer für unsere Mitgliederstruktur.“ Der DSL-Anschluss wird immer mehr zur Regel: Waren 2004 erst 48 % aller BREKO-Anschlüsse breitbandig, stieg der Anteil 2005 bereits auf 66 % – 2006 werden 72 % erwartet. Auch die Bandbreite wächst rasant: Ein Viertel der Kunden nutzt Bandbreiten von mehr als 2 Mbit/s.


BREKO-Firmen investieren dreifach

Insgesamt verfügten die Unternehmen 2005 über 3,4 Mio. Kundenanschlüsse – für das laufende Jahr sind 4,4 Mio. angepeilt. Zu verdanken ist dieses starke Wachstum auch einer deutlichen Investitionssteigerung: 2005 floss eine Dreiviertel Mrd. Euro in die eigenen Netze. 2006 sollen noch einmal 860 Mio. Euro dazu kommen. Damit investierten die BREKO-Firmen 20 % ihres Umsatzes in die Infrastruktur, gegenüber lediglich 6 %, die die Telekom ins Festnetz fließen ließ.


Monopolstellung beim zukünftigen V-DSL?

Parallel zu den Investitionen wurde die Beschäftigtenzahl um 23 % auf 9.100 erhöht. Für Knauer stehen künftige Mittel allerdings unter dem Vorbehalt, dass beim Aufbau des schnellen V-DSL-Netzes, dem Nachfolger vom heutigen DSL, die Wettbewerber nicht gegenüber dem Ex-Monopolisten Deutsche Telekom benachteiligt werden. „Unser Angebot, gemeinsam mit der Telekom den Ausbau vorzunehmen, blieb bislang unbeantwortet. Wir erwarten vom Regulierer, dass er einen Alleingang des Marktführers und ein damit verbundenes neues Monopol nicht zulässt“, so der Verbandspräsident. Diese Erwartung spiegelt sich auch in der Produktplanung der Firmen wider: VDSL-Dienste bis hin zum Triple Play stehen mit Voice-over-IP und WiMAX in der Hitliste für 2006 ganz oben.
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