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Billig-Tarife.de News: Interconnection: Neue Preise für T-Com Konkurrenten

06.02.2006 - Aufgrund von einer Änderung des Telefonie-Verhaltens und anderen Marktbedingungen hat die Deutsche Telekom AG bei der Bundesnetzagentur die Genehmigung für neue Interconnetion-Entgelte beantragt. Ortsgespräche sollen für Telefon-Konkurrenten bei der Leitungsanmietung teurer, überregionale Telefonate hingegen billiger werden.

Interconnection-Entgelte zahlen keine Privatkunden, sondern Telekommunikations-Unternehmen für die gegenseitige Nutzung ihrer Telefonnetze. Führt beispielsweise ein Privatkunde ein Telefonat über eine 010xx Call-by-Call Sparvorwahl, so bezahlt dieser einen gewissen Geldbetrag an den jeweiligen 010xx-Anbieter. Dieser muss hierfür die Telefonleitungen bei einem Carrier, wie z.B. die Deutsche Telekom AG, quasie anmieten und an diesen ein Interconnection-Entgelt bezahlen.


Telefonie-Verhalten ändert sich

Ziel des T-Com Antrags ist es, die Interconnection-Entgelte vor dem Hintergrund der Markt- und Kostenentwicklung neu zu strukturieren. Insgesamt ging das Verkehrsvolumen im Telefonnetz seit dem Jahr 2003 durch die verstärkte Mobilfunknutzung, die wachsende Interneteinwahl über breitbandige Zugänge sowie durch Marktanteilsgewinne von Wettbewerbern mit eigenem Anschlussnetz zurück.


Preissenkungen und Preiserhöhungen

Erheblich gestiegen ist die Nachfrage nach Interconnection-Leistungen in der so genannten Tarifzone I. Für Nahverbindungen und kostenintensive, ländliche Bereiche fordert daher die T-Com eine Erhöhung der Endgelte auf 0,66 Cent pro Minute. Gesunken sind dagegen die Gesamtkosten für die überregionalen Interconnection-Leistungen. Ferngespräche sollen daher um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Man beachte, dass die angegebenen Preise nicht für den Endkunden, sondern zunächst für den Telefonanbieter, also nach unserem Beispiel für den 010xx-Anbieter, gelten. Es ist aber ab zu sehen, dass der Telefonanbieter die Preisänderungen aber an deren Kunden weitergeben wird.


Wettbewerb nutzt vermehrt andere Telefonleitungen

Nach Ansicht von T-Com hat sich der Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt gut entwickelt. Laut Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur wurde im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte der Fernverbindungen und mehr als ein Drittel der Ortsverbindungen im Telefonmarkt von T-Com Wettbewerbern abgewickelt. Gleichzeitig sank die Abhängigkeit anderer Anbieter von T-Com Vorleistungen weiter, weil diese eigene Infrastruktur und eigene Telefonnetze aufgebaut haben und ihre Netze untereinander zusammenschalten.

Die Bundesnetzagentur stellt in ihrem aktuellen Tätigkeitsbericht fest, dass Wettbewerber nur noch knapp 40 Prozent ihrer Vorleistungen bei T-Com einkaufen. Die von T-Com beantragte, neue Entgeltstruktur ist besonders für die Marktteilnehmer attraktiv, die durch Investitionen in eigene Netze Teilnehmer angeschlossen haben. Zusätzlich werden Unternehmen, die neu in den deutschen Markt eintreten, in den Genuss der deutlich abgesenkten Entgelte der überregionalen Tarifzonen kommen.


Entscheidung fällt spätestens Mitte April 2006

Die Genehmigung für die bisherigen Interconnection-Entgelte läuft zum 31. Mai 2006 aus. Entsprechend der gesetzlich geregelten Zehn-Wochen-Frist muss die Bundesnetzagentur über den Ende vergangener Woche gestellten Genehmigungsantrag von T-Com bis Mitte April 2006 entscheiden. Die neue Interconnection-Entgelte können dann zum 1. Juni 2006 wirksam werden.
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