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Ausbau:
Schnelles DSL Internet für 2,7 Milliarden Euro

28.08.2015 Bis 2018 will der Bund Gelder aus der LTE-Versteigerung bereitstellen, um DSL auf dem Land zu fördern. Warum 200 MBit-Leitungen dagegen von Unternehmen selbst getragen werden, dafür gibt es eine Erklärung.

Seit gestern ist in 25 Städten in Deutschland schnelles Internet mit bis zu 200 Mbit/s möglich. Mit dem Internet über das TV-Kabel wird damit das Internet in Städten wie Hamburg, Jever, Kulmbach, Lindau, Trier, Weimar, Potsdam, Straubing und Zweibrücken deutlich schneller. Statt auf DSL wird hier der heimische TV-Kabelanschluss von jedem Wohnungsbesitzer oder Mieter zum Internetanschluss umfunktioniert.

Mit der neuen Ausbaustufe erreicht Kabel Deutschland nun nach eigenen Angaben über 4,5 Millionen Haushalte. Anfang 2015 möchte der Internet-Anbieter das TV-Kabel-Internet mit bis zu 200 MBit/s verdoppeln und über 10 Millionen Haushalte erreichen.

DSL Internet soll auf dem Land schneller werden


Anders sieht es dagegen auf dem Land oder in abgelegenen Gegenden aus. Noch immer können kleine Teile Deutschlands noch nicht mit schnellem Internet per DSL, Glasfaser oder TV-Kabel erreicht werden. Doch nun hat der Bund neue Gelder bereitgestellt: 2,7 Milliarden Euro sollen speziell dafür verwendet werden, um die sogenannten "weißen Flecken" mit schnellerem Internet zu versorgen. Das Geld kommt nicht direkt vom Steuerzahler, sondern aus den Versteigerungen der LTE-Mobilfunk-Frequenzen.

5,1 Milliarden Euro kamen für die Versteigerung der Freuenzen in die Kassel des Bundes. "Wichtig ist, dass die zugesagten Mittel schnellstmöglich und technologieneutral vergeben werden." betont der Branchenverband Bitkom. So gibt es schon seit Jahren darüber Streit, wer die zukunftsweisenden Vectortechnologien, die für schnelles Interne sorgen sollen, nutzen bzw. darüber verfügen darf.

Die Gefahr eines Monopols, wie es jenes vor 1997 in Deutschland mit der Post gab, droht bei manchen Umsetzungvarianten und sorgt dafür, dass es keinen Wettbewerb in bestimmten Gebieten geben könnte. In diesem Fall könnten Verbraucher nicht den DSL-Anbieter wechseln. Doch dies soll durch die viel diskutierten Vorgaben des Bundes und der nun bereitgestellten Investition jetzt vielleicht verhindert werden.

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