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Die Marktverkaufsanteile erneuerbarer Heiztechnologien steigen in einigen EU-Ländern deutlich an

Der 18. Bericht »The State of Renewable Energies in Europe« weist auf ein dynamisches Wachstum für erneuerbare Energien im Wärmesektor hin – insbesondere bei Wärmepumpen. Die 2018er-Ausgabe zeigt auch einen Anstieg des Gesamtanteils der erneuerbaren Energien von 17 Prozent im Jahr 2016 auf 17,5 Prozent im Jahr 2017.

Der 18. Bericht »State of Renewable Energies in Europe« wurde von der Projektgruppe EurObserv'ER erstellt, die sich aus Observ'ER (FR), Fraunhofer ISI (DE), ECN als Teil von TNO (NL), Renewables Academy (DE), der Frankfurt School of Finance and Management (DE) und Statistics Netherlands (NL) zusammensetzt. Der Bericht zeigt einen leichten Anstieg des Anteils Erneuerbarer Energien (EE) in der EU auf: Im Vergleich zum Jahr 2016 (17%) erreichte die EU 2017 einen Anteil von 17,5 Prozent am Brutto-Endenergieverbrauch.

Die derzeitige Wachstumsrate von 0,5 Prozentpunkten wird nicht ausreichen, um das europäische Ziel von 20 Prozent bei erneuerbaren Energieträgern im Endenergieverbrauch für 2020 zu erreichen. Vielmehr müsste sie zwischen 2018 und 2020 jährlich mindestens bei 0,83 Prozentpunkten liegen. Die Europäische Union wird in Summe nur dann eine Chance haben, ihr Ziel zu erreichen, wenn das derzeit starke Wachstum in einigen Ländern auch nach deren Erreichung der Erneuerbaren-Ziele anhält.

Der Bericht weist für 2017 zudem einen Erneuerbaren-Anteil von 30,7 Prozent an der gesamten Stromerzeugung in der EU (gegenüber 29,6% im Jahr 2016) bzw. von 19,5 Prozent am gesamten EU-Wärme-/Kälteverbrauch (gegenüber 19,0% im Jahr 2016) aus.

Dr. Barbara Breitschopf, Projektleiterin im Competence Center Energiepolitik und Energiemärkte am Fraunhofer ISI, betont, dass sich der diesjährige Bericht auf die Marktanteile der Erneuerbaren Energietechnologien im Wärmesektor konzentriert: »Der Indikator bildet die derzeitige, besonders dynamische Marktsituation ab. Dabei zeigt der EurObserv'ER-Bericht, dass Wärmepumpen in drei der 28 EU-Länder den Markt dominieren. Die Marktanteile liegen für diese in Estland und Schweden bei über 90 Prozent sowie in Finnland bei 66 Prozent. Solarstrom dominiert dagegen den Markt in Dänemark, während in Österreich ein Mix aus erneuerbaren Energietechnologien den Wärmemarkt bestimmt. Die Verkaufsanteile durch fossile Brennstofftechnologien liegen in allen übrigen Ländern aber immer noch zwischen 65 und 98 Prozent. Diese anhaltende Dominanz fossiler Technologien ist aufgrund ihres langen Lebenszyklus beunruhigend – sie werden den Endenergieverbrauch in Gebäuden noch weitere 20 Jahre prägen.«

Doch die Verkaufsanteile für Solarthermie lassen hoffen: In einigen Ländern mit guter Sonneneinstrahlung wie in Zypern (29% Verkaufsanteil) oder Griechenland (30%) zeigen sie auf eine hohe Dynamik. Überraschend weist jedoch Dänemark die höchste Dynamik auf (53%), während es in Österreich (23%), Deutschland (20%), Polen (16%) und Spanien (14%) eine moderatere Entwicklung gibt. Breitschopf weist auch auf die geringe Dynamik im Verkauf von Biomassekesseln hin. Nur in Italien (15%), Frankreich (12%) und Spanien (9%) hat die Technologie signifikante Umsatzanteile erreicht.

Ein weiterer Schwerpunkt des diesjährigen Berichts lag auf der Frage, welchen Anteil erneuerbare und fossile Energien bei der Fernwärme haben. Dabei wurden Werte für 15 Länder – hauptsächlich in Osteuropa und Skandinavien – ermittelt, die mindestens einen Fernwärme-Anteil von 10 Prozent am Endenergieverbrauch von Gebäuden haben. Die Ergebnisse legen offen, dass in den meisten Ländern ebenfalls fossile Energieträger dominieren; erneuerbare Energieträger machen nur in den skandinavischen Ländern und Österreich mehr als 50 Prozent aus.

Angesichts der angestrebten Dekarbonisierung des Wärme- und Kältesektors ist weiterhin ein dynamisches Wachstum bei den Marktverkaufsanteilen von erneuerbaren Energieträgern erforderlich. Die gemeldeten Umsätze mit fossilen Energietechnologien wie Gas- und Ölkesseln zeigen aber, dass diese im Wärmesektor vieler EU-Länder weiterhin eine dominierende Rolle spielen.

Eine positive Nachricht ist, dass die Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien in Europa weiterhin wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt: So lag die Anzahl der Arbeitsplätze im europäischen Sektor der erneuerbaren Energien für das Jahr 2017 bei ca. 1,45 Millionen – das entspricht einem Zuwachs von 18.500 Arbeitsplätzen gegenüber 2016. Biomasse (rund 365.000 Vollzeitäquivalent-Stellen) und Windenergie (rund 357.000 Vollzeitäquivalent-Stellen) sind nach wie vor die größten Arbeitgeber im Bereich der erneuerbaren Energien in der EU.

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